Anmeldungsdatum: 11.03.2008 Beiträge: 4 Wohnort: Wien
Verfasst am: Sa 26. Apr. 2008 11:16 Titel: Auto teilen
Habe vor, mir in Kürze ein altes Auto mit 1-2 "Teilhabern" zu teilen. Nach 3 Monaten Suche habe ich vielleicht endlich jemand gefunden (leider nicht "um`s Eck", wie ich gehofft hatte).
Ich komme ganz gut ohne aus, aber wenn ich mal eins brauche muss ich lange betteln, dass mich jemand fährt (zB zum Mistplatz- der Keller ist mittlerweile gerammelt voll mit Sperr- und Sondermüll, für andere Zwecke momentan nicht zu gebrauchen). Oder ich zahle einen Haufen für Botendienste, wie zuletzt wegen ein paar Möbelstücken. Am Schlimmsten ist es aber, nicht mehr aus der Stadt fliehen zu können- mit einem kleinen Kind und 2(-4) Hunden (=Fahrgemeinschaft ) werden die Öffis uninteressant- für die Hunde muss man extra zahlen- ein Spaziergang käme in Summe auf bis zu 10 Euro, vorausgesetzt INNERHALB der Stadtgrenze! Abgesehen vom Irrsinn, mit so einer "Rasselbande" dann einen halben Tag unterwegs zu sein...
Im Vordergrund der Überlegung zum Teilen steht die finanzielle Ersparnis. Außerdem schien es mir bei meinem letzten Fahrzeug unsinnig als Alleiniger eines zu haben, das den Großteil der Zeit rumstand.
Mit Umweltschutz hat es vielleicht nicht direkt zu tun- außer der Tatsache, dass diese Idee nur für Leute interessant ist, welche ohnehin nicht wegen jeder Kleinigkeit den Motor anschmeißen. Ich selbst könnte damit auch meine Bequemlichkeit überlisten- denn wenn es mal vor`m Haus steht ist es sehr verlockend, "mal schnell" damit was zu erledigen- ich zahle ja schon genug dafür, dass es einen Parkplatz ausfüllt.
Es klingt nicht nur verrückt- bin früher oft nur deshalb mit dem Auto gefahren, weil mir zu sehr davor gegraust hat mich zu Fuß vom ewigen Stau anstinken zu lassen... Zum Beispiel, wenn ich den Kleinen vom Kindergarten abgeholt hab: Mit 1 Minute Fahrzeit gegen den Stau hab ich mir 10 Minuten an diesem vorbeigehen erspart... jedoch sind wir dann auch immer gleich weiter Richtung Donau oder Wienerwald, und/oder anderes erledigen.
Bei meiner vorigen Versicherung gibt es kein "Modell" für sowas, jedoch war man geneigt eine "Sonderversion" zu besprechen- nur so entstünden neue Arten von Versicherungen. Denn ich möchte auch nur für MEINEN Teil der Nutzung die Verantwortung übernehmen (Strafzettel, Malus,...).
Nun meine Fragen: haben sich auch schon andere mit diesem Thema beschäftigt? Auch schon Erfahrungen gesammelt, die es zu beachten/vermeiden gibt? Vielleicht sogar schon ein Modell, wie sich eine Vereinbarung auslegen lässt?
Auch scheint`s mir momentan, das die Kosten für ein Fahrzeug explodieren- ist abzusehen, ob es in den nächsten 1-2 Jahren noch halbwegs stabil bleibt? Oder wird mich der Anteil unter`m Strich nicht weniger kosten als noch vor einem Jahr mein Alleiniges?
naja, die Idee höhrt sich ja echt gut an aber ich glaube nicht daß das dauerhaft ohne Ärger funktioniert. Den Wunsch nach einem Auto kann ich verstehen, aber wegen dem Sperrmüll im Keller?
Nee mal im ernst: Billiger wie die Öffis wird das nicht, auch wenn ihr die Kosten durch drei teilt. Man ist halt flexibel, zumindest zu einem Drittel, je nachdem ob der Andere auch Samstag morgen nen Wasserkasten kaufen will.
Die Kosten werden jedenfalls nicht weniger und wenn man es nicht WIRKLICH braucht um damit zB arbeiten fahren zu können sondern einfach nur um Flexibel zu sein muss man mit sich selbst ausmachen.
Ich kann dazu nur sagen in so einen Fahrradanhänger bekommt man auch einen 2,5 Meter Treibholz-Baumstamm rein, man muss nur wollen. Habe auch schon einen Schreibtisch mitm Fahrrad weggefahren, da musst du aber auch blöde Blicke von Passanten aushalten können. Polizei läuft dir dann besser nicht über den Weg, die Stellen dir blöde Fragen und verstehen garnix...
Anmeldungsdatum: 11.03.2008 Beiträge: 4 Wohnort: Wien
Verfasst am: So 27. Apr. 2008 23:53 Titel:
Nachdem wieder mal ein Linkskommender in mein Fahrzeug getuscht ist konnte ich mir nicht vorstellen, ohne es auszukommen. Mittlerweile habe ich mich an Öffis gewöhnt, und ein Fahrrad hab ich mir auch zugelegt.
Die Flexibilität hätte ich trotzdem sehr gern wieder!
Letzten Sommer konnte ich erstmals nicht zu meiner Familie fahren- sonst habe ich einfach alle eingepackt und wir sind los. Denn mit dem Autoreisezug war es -leider- logistisch und finanziell unmöglich.
Es soll ja nicht billiger sein als die Öffentlichen, sondern billiger als ein Fahrzeug, das mir allein gehört. Denn wenn ich die Kosten allein trage bin ich eigentlich nicht mehr sehr gewillt, Fahrscheine zu lösen- zusätzliche Kosten dafür, dass ich freiwillig auf das Auto verzichte? Da vergeht`s mir. So meine Idee- Kosten aufteilen, Öffis benutzen.
An nicht nur blöde BLICKE bin ich mit 4 Hunden gewöhnt- jedoch vermute ich, dass mit einem Kühlschrank auf dem Buckel die Polizei das kleinere Problem wäre...
Hast ja schon recht, ich hab mich halt nie an die Flexibilität gewöhnt und deswegen fällts mir leichter drauf zu verzichten. Aber wenn die Versicherung mal eine Antwort schreibt, das würde mich auch intressieren.
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